Schäfchen zählen

Auf der Suche nach einer neuen Kirchengemeinde habe ich die schöne Michaeliskirche bei mir um die Ecke ins Auge gefasst.

Leider ist es nahezu unmöglich, im Internet die Gottesdienstzeiten zu finden. Immerhin stand dort die Telefonnummer des Gemeindebüros, so dass ich am Samstagabend in der Hoffnung anrief, dass ein Anrufbeantworter diese Informationen für mich bereithält.

Zu meiner Überraschung klingelte abends um halb Elf mein Telefon, der Pastor war am Apparat. Wir hatten ein nettes, teils humorvolles Gespräch bei dem er mir aber die Zeiten nicht nennen mochte. Stattdessen verwies er mich auf St. Martini, deren Gottesdienst um elf Uhr beginnt. Nun denn, vielleicht gibt es ja bei ihm keinen Sonntagmorgengottesdienst oder er hat seine Herde zusammen.

Sonntagmorgen führte mich mein Weg an seiner Kirche vorbei – aus der Orgelmusik zu hören war! Um der aktiven Schäfchenabwehr vorzubeugen, habe ich mir vom Schaukasten mit den gewünschten Zeiten notiert und werde den Pastor nächste Woche persönlich begrüßen.

Folgsam fand ich mich in St. Martini ein, einer schönen Kirche in einer tollen Umgebung am Eiermarkt. Es gelang uns rund zwanzig Gottesdienstbesuchern nicht, den wirklich großen Kirchenraum zu füllen, trotz lockerer Verteilung. Die Pastorin, eigentlich Krankenhausseelsorgerin, war als Aushilfe eingesprungen und machte einen prima Abendmahlsgottesdienst. Mal schauen, wie es nach den Ferien dort ausschaut.

Foto: Friedrich Wenzel

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